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Netzwerk Pflegefamilien e.V.
Pressespiegel

Neue Westfälische 10.08.2017


Netzwerk Pflegefamilien: Ein neues Zuhause für Manuel

Muriel Pluschke

Die Vorbereitung auf den Pflegesohn war „fast so lange wie eine Schwangerschaft“. Vor dem ersten Treffen waren die Eltern so aufgeregt wie noch nie

 
 Bielefeld-Brackwede. Fröhlich lachend spielt der fünfjährige Manuel (Name geändert) mit seinem gelben Luftballon, malt mit farbigen Buntstiften am großen Esstisch und hüpft begeistert durch die Wohnung seiner Pflegeeltern. Seit neun Monaten wohnt er bei Claudia und Maik Volkmann, die ihn kurz vor Weihnachten aus einer Wohngruppe bei sich aufgenommen haben und sich ein Leben ohne ihn mittlerweile nicht mehr vorstellen können.

Dem Ehepaar helfend zur Seite steht das Netzwerk Pflegefamilien im Verband Sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE), das die kleine Familie von Beginn an begleitet und allein in Bielefeld 98 Pflegekinder in 77 Pflegefamilien betreut.

„Es dauert fast so lange wie eine Schwangerschaft", erzählt die 33-jährige Claudia Volkmann schmunzelnd von den Vorbereitungen auf die vielfältigen Aufgaben als Pflegeeltern. Am Anfang stehe der Wille, ein Pflegekind mit all seinem „Gepäck" bei sich aufzunehmen und ihm ein Zuhause geben zu wollen, sagt die Steuerfachwirtin. Über persönliche Kontakte seien sie und ihr Mann damals mit Mitarbeitern des VSE ins Gespräch gekommen und damit auf den Gedanken, selbst ein Pflegekind aufzunehmen.

"Das erste Blind Date mit Manuel war verdammt aufregend"

Auf ein Erstgespräch mit ersten Antworten seien dann drei Samstage mit Workshops und acht Einzelgespräche mit Sozialarbeitern gefolgt. „Man hat einiges über sich selbst gelernt", sagt Volkmann über die Vorbereitungsphase, in der unter anderem juristische und psychologische Themen angesprochen werden.

An das erste Treffen mit Manuel, ein „Blind Date" auf dem Spielplatz, kann sich Volkmann noch gut erinnern. „Wir waren verdammt aufgeregt – so wie noch nie zuvor", erzählt die 33-Jährige, deren größte Sorge es war, ob gegenseitige Sympathie aufkommt.

„Wir haben ihn beide gesehen und sofort ja gesagt", fügt sie hinzu und erzählt von ersten Treffen, die zunächst in Begleitung stattfanden. Nach nur sechs Wochen und einem Übernachtungswochenende zog Manuel schließlich ein.

Viele Vorurteile und Unwissen über Pflegekinder

Normalerweise daure die Anbahnungsphase, in der nach und nach immer öfter Treffen von Pflegeeltern und -kind stattfänden, bis zu drei Monate, erklärt Rike Hübner vom Netzwerk Pflegefamilien. „So lernen sie sich intensiv kennen", sagt Hübner. Im Falle der Familie Volkmann sei allerdings Weihnachten kurz bevorgestanden, das Manuel unbedingt bei seinen Pflegeeltern erleben wollte.

„Ich glaube, es gibt viele Vorurteile und Unwissen über Pflegekinder", sagt der 41-jährige Maik Volkmann, der froh über die Unterstützung durch das Netzwerk Pflegefamilien ist. Besonders zu Beginn sei viel Organisatorisches zu regeln gewesen und häufig telefoniert worden. Mittlerweile ständen monatlich Termine an sowie halbjährlich Hilfeplangespräche mit dem Jugendamt.

„Es ist wunderbar zuzusehen, wie er sich entwickelt, und wie wir ihm etwas mit auf den Weg geben können", findet Claudia Volkmann, die an manche Situationen mit Tränen in den Augen zurückdenkt.

Information

Telefonaktion

  • Das Netzwerk Pflegefamilien begleitet und unterstützt Pflegefamilien und -kinder von Beginn an.
  • „Wir sind immer auf der Suche nach Interessierten", sagt Rike Hübner.
  • Pflegeeltern übernehmen die Alltagssorge, wichtige Entscheidungen bleiben beim gesetzlichen Vormund.
  • Am Montag, 14. August, bieten drei Familienberater des Netzwerks die Möglichkeit, alle Fragen zum Thema zu stellen.
  • Zu erreichen sind Rike Hübner, Heinz Kuhlemann und Brigitte Peters von 10 bis 18 Uhr unter Tel. (0521) 95 03 94 -89, -93 und -92.

 

 

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